Maria Rauch-Kallat, ihres Zeichens Frauenvorsitzende der ÖVP(ja sowas gibt’s wirklich), ist kanpp davor sich für die Quotenregelung einzusetzen.
Irgendwo verständlich, die ÖVP hat knapp 25 % Frauen bei ihren MandaterInnen im Parlament, und in den 9 Landtagen erfüllen nur 2 ÖVP-Klubs die vom VP-Statut festgeschrieben 33 % Quote.
Wobei die SPÖ, von FPÖ und BZÖ, auch nicht wirklich viel besser unterwegs ist. Nicht einmal einen Frauenanteil von 40 % bringt die Sozialdemokratie im Parlament zusammen. Auch sonst ist die SPÖ alles andere als eine frauendominierte Partei.
Jedenfalls glaube ich zwar nicht, dass Quotenregelungen auf lange Sicht eine wirkliche Lösung sind, aber momentan schafft es sicher mehr politsches Interesse bei Frauen und stärkt ihren innerparteilichen Partizipationsmöglichkeiten. Es wäre hoffentlich der erste Schritt in Richtung gesellschaftliches Umdenken.
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Sieh an Sieh an
Dezember 1, 2008Der ewig Missverstandene
November 24, 2008Alfred Gusenbauer spielt in der österreichischen Politik, schon seit dem „Es reicht“-Sager und der damit verbundenen Neuweahlverkündung WIlli Molterers, keine Rolle mehr. Kanzler ist er offiziell noch. Doch nicht mehr lange und dann wird das Werner F.? Doch ist das wirklich so viel besser, und ist besagter Werner F. wirklich die Rettung der SPÖ?(Ja, ich weiß die Zeit als dieses Thema wirklich spannend war, ist um)
Dass Alfred Gusenbauer ein schlauer Kerl, bezweifelt kaum jemand. Und der kann ja auch richtig witzig sein, zumindest hab’ ich das im Report gesehen. Doch was bringt ihm das jetzt. Sein Kanzlertum war gepägt von seiner sozialen Unintelligenz und eineer bockigen ÖVP. Er war auch, ein schlechter SPÖ-Vorsitzender, hat die Partei in unzählige Umfragetiefs geritten. Es war also fast die logische Konsequenz, dass Werner Faymann das Zepter in die Hand bekam. Dieser gewann dann die Wahlen und ist somit relativ sicher eine längere Zeit SPÖ-Vorsitzender.
Doch ganz so super, wie sich das liest, ist das nicht. Find ich. Faymann hat einen inhaltsleeren Wahlkampf geführt, begeisterte eigentlich in erster Linie mit seinem Lächeln(Er ist ja sowas von liiieb). Gnadenlos nett, nannte ihn der Presse(….)-Chefredakteur. Aber wirklich Potential hat Faymann in meinen Augen nicht, gerade jetzt wo die Wirtschaft am Rande eines Kollaps steht und es inhaltliche Kompetenz bräuchte, ist der Gusenbauer, der inhaltlich jedenfalls mehr Ahnung als der Faymann hat, nicht mehr da. Schade, wird sich der Ex-Kanzler denken. Ich schließ mich da an.
Nicht das ich den Gusenbauer für einen guten Kanzler/Parteivorsitzen halte/hielt. Aber mir ist eineR, der/die prinzipiell Ideale und inhaltlich kompetent ist, halt lieber als Werner Faymann. Und natürlich war auch der Gusenbauer ein Opportunist, was ich über Faymann nicht sagen könnte. Das liegt aber schlicht daran, dass Faymann nie bestimmte Ideale hatte.
Der designierte Bundeskanzler hat also bald alle Hände voll zu tun, und er wird sich Problemen stellen müssen, die nicht bloß mit Sozialpopulismus zu lösen sind. Es wird sich weisen, wie Faymann darauf reagiert.
Montag Medienaktion, Dienstag Revolution (oder so)
November 20, 2008Ahm jop, coolerweise ist ja diese Schule, an der der wirre Direktor das Küssen aus noch wirreren Gründen verboten hat, recht viel in den Medien. Was aber noch 3mal cooler ist, dass die aks ziemlich viel mediales Echo (also von hier über Deutschland und die Schweiz bis nach Belgien) für ihre Aktion vor dieser Hauptschule in Gunskirchen bekommt.
Und nachdem Fritz „Kettenhund-Pühringers“ Enzenhofer, dieses Verbot trotz recht großen Widerstand nicht kippen wollte, gibt es jetzt eine ziemlich große Medienaktion der aks-linz vor dem Landesschulratsgebäude, und zwar:
Am Montag, dem 24.11 um 9:30, es sollten so an die 40 Menschen sein, also genauer sollten es so 20 küssende Pärchen werden, die dem Enzenhofer mitteilen, was sie von diesem Kussverbot und Enzenhofers Reaktion darauf halten.
Das ganze ist vor dem Landesschulratsgebäude, also bei der Bimhaltestelle Wildbergstraße.
Es wär jedenfalls ziemlich cool wenn irgendwer von euch da hin schauen könnte.
Trala BZÖ Trala
November 19, 2008Nur ganz kurz sei gesagt: Stefan Petzner wird nicht BZÖ-Parteichef. Anstatt dessen dürfte das der Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner werden, aber auch der soll nur bis März übernehmen.
Dürfte denen der Petzner doch zu peinlich geworden, egal gescheiter wird’s so auch nicht.
Sehr interessant. Ob sich die bald auflösen?! ZU hoffen wärs jedenfalls.
Wenn die Sonne vom Himmel fällt…
November 17, 2008…kann das oftmals recht gefährlich ausgehen, schon der Blick nach Kärnten beweist dies. Gerade eben dieses Wochenende bin ich wieder mit dem kärnter Intellekt aufeinander geprallt.
Da meinten doch glatt zwei Herren, ihreszeichens Teil der offenbar radikal-feministischen Jugendorganisation SJG Kärnten, Frauen werden nicht benachteiligt. Nachdem im Gesetz ja die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau verankert sei, müssen die Frauen nur wollen. Der niedrige Frauenanteil in den meisten(also wirklich fast allen) politischen Gremien, sei daraufzurückzuführen, dass die Frauen weniger Interesse an Politik hätten. So zumindest die nobelpreisverdächtige These der zwei Herren. Einer der beiden behauptete dann weiters, dass es bei ihnen in der Organisation schon lang keinen Sexismus oder Diskriminierung gegenüber Frauen gäbe. Das der Frauenanteil im SJG Kärnten-Präsidium bei stolzen 10% liegt fand ich erst später heraus.
Diese Thesen, die statistisch kinderleicht zu entkäften und einfach grundfalsch sind, halten sich also bis in vermeintliche linke Organisation.
Appropos Kärnten: Dort wurde dem Typen der für den Auftritt von Stermann und Grissemann in der klagenfurter Uni verantwortliche gewesen wäre, wäre dann das Duo dort aufgetreten, wurde an den Autorädern herumgeschraubt. Uwe Scheuch meint auch, dass den beiden Kabereestisten die Kärnter Volkssele verletzt hätten und das BZÖ fordert schon seit einiger Zeit ein Auftrittsverbot. Das mit der freien Meinugsäußerung sollte doch bei einem Jörg Haider schon ein Ende haben.
Das Kreuz mit dem Kreuz
Oktober 31, 2008Nachdem mein letzter Artikel über Religionen(Hände Falten Goschn Halten) LeserInnenzahlenmäßig ziemlich gut unterwegs ist, mach ich gleich noch einen Artikel zu dem Thema. In ein paar österreichischen Medien wird momentan nämlich darüber geschrieben wie sinnvoll Kreuze in Schule und Kindergärten sind.(Links unten).
Aus meiner Sicht haben Symbole von Glaubensgemeinschaften in (staatlichen) Bildungseinrichtungen nichts verloren. Staat und Religion sollten klar getrennt sein, mit Kruzifixen in den Klassen ist das definitiv nicht der Fall. Ich bin voriges Jahr darauf gekommen, dass dies aber noch immer ein heikles Thema ist. Ich bekam, nachdem ich ein Kreuz in meiner Klasse abnahm und ein Freund es zerstörte, eine Verwarnung vom Direktor. Soviel dazu. Positiv ist aber zu vermerken, dass es einen öffentlichen Diskurs gibt.
Mit dem Religionsunterricht seh ich das genau so, es sollte keinerlei Unterricht von religiös ausgebildeten LehrerInnen an Schulen geben. Einen überkonfessionellen Ethikunterricht(oder so) kann ich mir da viel besser vorstellen.
Dass ich prinizpiell nichts von Religionen halte, wisst ihr hoffentlich noch.
Achja, im Übrigen bin ich der Meinung, dass Privatschulen, und dass sind in erster Linie katholische, abgeschafft gehören.
http://www.nachrichten.at/regional/750081
http://www.krone.at/krone/S152/object_id__1602/kmvote/index.html
Manche Menschen ändern sich nie
Oktober 27, 2008Karlheinz Kopf, seineszeichens Koalitionsverhandler für die ÖVP(eine der gefährlichstVerbände hierzulande) meint im heutigen Standard, dass weitige Privatisierungen kein Tabu seien. Das heißt weder die Öbb noch die Post(und ich glaub auch sonst nix) ist vor Privatisierungen sicher. In Zeiten wie diesen eine zumindest ausgefallene Meinung.
Auch die „Zumutsbarkeitsbestimmungen“(dass heißt welche Jobs der/die Arbeitslose annehmen muss…) für Arbeitslose seien ein Thema und außerdem könnte er sich vorstellen, dass Arbeitslose zu gemeinnütziger Abreit verpflichtet werden.
Merkwürdig und ich dachte, die Finanzkriese heilt zumindest ein paar Wahnsinnige.
Und dieser Wirrkopf aka KarlHeinz Kopf ist im ÖVP-Klub als Wirtschaftsminister im Gespräch.
Nur so nebenbei (Kameras in der U6 überklebt)
Oktober 17, 2008Vor ein zeit hab’ ich hier unter dem Titel „Nur so nebenbei“ darrauf aufmerksam gemacht, dass in wiener U-Bahnen Aktionismus gegen die Gratiszeitung „Heute“ von statten ging.
Von Gestern auf Heute sind in der WienerU-Bahnlinie U6 zahlreiche Kameras mit Zeitungspapier überklebt worden.
Ob dies als Reaktion darauf galt, dass letzte Woche bekannt wurde, dass die Wiener Linien die Videoüberwachungsaufnahmen wesentlich länger als erlaubt speicherten, ist nicht bekannt. Es waren aber keine MitarbeiterInnen(oder ähnliches) der Wiener Linien selbst.
Jedenfalls eine ziemlich coole Aktion.
Der Tod des Jörg H.
Oktober 14, 2008Bevor es unaktuell wird, veröffentliche ich hier auf sicher einen Artikel den ich dieser Tage zum Leben und Sterben des Jörg Haiders geschrieben habe (Hab’ mich dabei beim grandiosen Misik-Videoblog inspiriert):
Jörg Haider- Ein Nachruf
Jörg Haider ist tot. Gestorben bei einem Autounfall, das ist tragisch, ohne Zweifel. Doch schon beginnen die Lobhudeleien auf einen Politiker der in seiner Karriere dieses Land mit rassistischen Parolen verseucht hat.
Jörg Haiders politische Karriere begann, als er 1979 in den Nationalrat einzog. Schon damals gab er sich als „Wilder Hund“, kleidete sich untypisch für das Parlament, unterbrach die meisten Reden mit Zwischenrufen. Er wurde zum Hoffnungsträger des nationalistischen Flügels in der FPÖ und 1986 beim Parteitag in einer Kampfabstimmung zum Parteivorsitzenden.
Talentierter Politiker
In einer beispielslosen Art und Weise führte er seiner Partei danach von einem Wahlsieg zum nächsten. Bis die Freiheitlichen schließlich bei den Nationalratswahlen 1999 27 % der Stimmen erlangten und zweitstärkste Kraft hinter der SPÖ wurden. All das zeugt von Haiders Talent als Politiker. Haider schürte in seinen Reden den Rassismus, Antisemitismus und ein reaktionäres Frauenbild der ÖsterreicherInnen. Eigenschaften die zumindest zeit seines Lebens kaum einE VertreterIn der anderen Parteien gut hieß.
Schlechtes Erinnerungsvermögen
„Ein tragischer Vorfall“, aber man solle „also nicht dauernd, also Krokodilstränen für einen, äh, abgeschobenen Drogendealer vergießen“. So kommentierte Jörg Haider den Fall Marcus Omofuma, ein Schubhäftling der bei seiner Abschiebung von zwei Polizisten so gefesselt wurde, dass er in Folge dessen starb. Nur ein Beispiel für die menschenverachtende Politik, die Haider teilweise betrieb. An das erinnern sich heute nur mehr die Wenigsten, auch an die oben angeführten Ängste die er in der Gesellschaft schürte, will sich niemand mehr so recht erinnern.Aber wie sagte schon Robert Misik:
„Man kann auch Mitgefühl mit jenen haben, die zum Mitgefühl nicht fähig sind. Hätte man es nicht, sie hätten gewonnen: Man wäre ihnen ähnlich geworden.“
Dann wandere ich halt aus
Oktober 8, 2008Bäh, dieses Land ist zum Kotzen. Vielen sage ich damit, hoffentlich, nichts Neues. Da wurde mir glatt gestern auf der Mariahilferstraße erklärt, dass ich bei ihm in den „Häfn“ käme weil ich Joints rauche. Nun, dieser überaus schlaue Herr, leitete dies(also das ich Joints rauche) aus einem Gespräch über Cannabislegalisierung(die ich befürworte) mit 3 meiner KlassenkollegInnen ab. Gut, soll er doch, aber vorallem seine Wortmeldung zeigt mir einmal mehr, wie engstirnig,undifferenziert und restriktiv die Mehrheit in diesem Land wohl denkt. Natürlich am Wahlergebniss hätt’ ich das auch ablesen können, ab in dieser (oben ausgeführten)Form ist mir das noch nie begegnet. Und wenn es tatsächlich zu einer schwarz-blau-orangen Koalition kommen sollte, und ich halte das momentan für wahrscheinlicher als noch vor einer Woche, dann muss ich halt auswandern(oder so).