Archiv für die Kategorie ‘USA’

Auto’s

Dezember 4, 2008

General Motors, Ford und Chrysler sind die drei größten Autoprdouzentinnen in den USA, und zeitgleich ziemlich pleite.
Jetzt sind sie im Kongress vor dem Banken- und dem Finanzausschuss betteln, sie bräuchten nämlich 34 Milliarden Dollar um nicht in Konkurs zu gehen.
Das erste Mal wie sich die drei Herren der drei Firmen dort präsentierten verweigerte der Kongress das Geld, unter anderem deswegen weil die drei Manager mit dem Privatjet angeflogen kamen.
Der Plan von GM,Ford und Chrysler ist im Übrigen mehr auf Hybridautos umzustellen, diese Rießenkarren nicht mehr soviel zu bauen und Arbeitsplätze abbauen.
Auch die Gewerkschaft der ArbeiterInnen im Autobaubereich meinte mit ein paar finanziellen Einschnitten ließe sich leben.
Prinzipiell will mensch sich garnicht vorstellen müssen, was in der Region um Detroit passiert, sollten die Autofirmen tatsächlich unkontrolliert Konkurs anmelden müssen. Dort sitzt nämlich Ford, und die Stadt ist jetzt schon in einem desolaten Zustand, es herrscht in dieser Gegend dort seit Jahren schon ziemlich hohe Arbeitslosigkeit und die Menschen zeihen in Scharen weg.
Es wäre also durchaus sinnvoll die Autoindustrie nicht völlig den Bach hinunter gehen zu lassen, gleichzeitig sollte aber der Einfluss des Staates auf die drei Firmen erheblich steigen, um eine erneute Katastrophe zu verhindern.
Prinzipiell ist der Schuldenberg der Rießenfirmen durch vor allem dadurchbedingt, dass die amerikanische Autoindustrie nicht wirklich auf kleinere spritsparendere Autos umgestellt hat. Das haben die japanischen Automacherinnen, wie Toyota, schneller begriffen und machen seitdem Rekordumsätze in den USA.
Mittlerweile ist aber natürlich auch die Finanzkrise und die damit verbundene Kaufkraftschwächung ein ernsthaftes Problem und so fielen die verkauften PKWs in den USA erstmals seit Jahrzehnten wieder unter 800.000 Stück.

Fox Attacks

November 11, 2008

So nachdem sich irgendwie nich sooo viel tut, worüber ich nicht schon ansatzweise gebloggt hätte, widme ich mich einem eher omniaktuellen Thema.
Dem FOXNews Channel.
Der dürfte momentan echte Erklärungsnot haben, wie den John McCain diese Wahl verloren haben könnte.(Ich hab’ die im Sommer gesehen, die haben damals gesagt McCain gewinnt das ganze locker leicht).
Jedenfalls gibt es eine ganze Menge Aktionen gegen diesen Sender, der so unverblümt tendenziös berichtet das selbst dem Dichand der Mund offen stehen bleiben würde. Auf YouTube kann mensch sich da auch recht witzige Videos ansehen.(Das aus meiner Sicht witzigste ist eh unten zu sehen.)
foxattacks.com und outfoxed.org sind jedenfalls zwei nette Seiten wo mensch sich über die Idiotie dieses Senders informieren kann.

Outfoxed: Bill O’Reilly attacks 9/11 victim’s son.
Gute Unterhaltung.

Bill O’Reilly ist im Übrigen einer der populärsten Moderatoren auf FOX News.

Good & Bad

November 6, 2008

In South Dakota ist die von mir angekündigte Abstimmung, die sich für Abtreibung nur in Härtefällen einsetzt, abgelehnt worden. So weit so positiv. In Colorado, wo es ebenfalls ein noch-weitergehendes Referendum gab, kam es zum selben Ergebnis.

Was widerum weniger poitiv ist, dassin Kalifornien die WählerInnen gegen die Homosexuellenehe abgestimmt haben. Auch in Florida, Arkansas und Arizona wurden die Rechte für Homosexuelle eingeschränkt worden.
Als erster Schritt gegen die Exekution des Ergebnisses klagten Homosexuellenverbände bereits beim kalifornischen Obersten Gerichtshof . Eben jener hatte im Mai das Verbot der Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen PartnerInnen für Verfassungswidrig erklärt.

History in the making?

November 5, 2008

Es sieht nicht schlecht aus fürn Herrn Obama, also ich zum beispiel in dem klassisch-republikanischen Staat Indiana hat er echte Chancen auch in Battleground-state Florida dürfte er gute Chancen haben.

Ich empfehle: www.cnn.com

EDIT 2:34: Spiegel BloggerInnen und derStandard.at melden Pennsylvania und New Hampshire, zwei Staaten die sehr wichtig sind sogennante SwingStates, für Obama.

CNN schließt sich an.(2:40)

CNN erklärt Ohio zu Obamacountry(noch nie ist ein Republikaner Präsident gweorden, ohne Ohio zu gewinnen).3:36

Nach momentanen Stand kann wen nichts gröberes mehr passiert, John McCain nicht mehr Präsident werden.PARTEY(3:49)

So nachdem jetzt auch Iowa und New Mexico(zwei Staaten die 2004 noch republikanisch waren) zu Obamaland erklärt worden sind, und die Mehrheit im Senat für die DemokratInnen wächst und wächst, stießen ein Freund und ich schon mal an. (4:05)

Obama-McCain, was noch?

November 3, 2008

Morgen geht’s in den USA nicht nur ums Weiße Haus und den Kongress, in South Dakota wird auch über ein de facto Abtreibungsverbot abgestimmt. Geht es nach den AbtreibungsgegnerInnen im 900.000 EinwohnerInnenstaat sollte Abtreibung bis auf Fälle wie Vergewaltigung, Inzest oder Gesundheitsgefahr für die Mutter völlig verboten werden.

Ich bin ziemlich hoffnungsfrei, dass diese Forderung abgelehnt wird. Zumal in South Dakota nach Umfragen John McCain mit bis zu zwölf Prozentpunkten vor seinem demokratischen Gegenkandidaten führt. Sollte das was ich befürchte passieren, wäre das auch eine Kampfansage an den Supreme Court.

Der hat nämlich 1973 (Roe v. Wade) Abtreibung als Privatssache interpretiert und somit Verbote in einzelnen Bundesstaaten ziemlich ersschwert. Es bleibt also abzuwarten wie der nächste Präsident der USA mit dem Abstimmungsergebnis in South Dakota, sollte es denn den AbtreibungsgegerInnen recht geben, umgehen wird.

In diesem Sinne: Their Body, their Choice.

No Way, No How, No McCain-Palin

Oktober 12, 2008

Nach zwischenzeitlichen Befürchtungen, dass John McCain doch der nächste Präsident der USA werden könnte, scheint es jetzt doch wieder so als ob Barack Obama das werden dürfte. Und das ist gut so.

Da ist zum Ersten Sarah Palin, die grenzfaschistische Kandidatin fürs VizepräsidentInnenamt. Eine Frau, die sich gegen Abtreibungen und gegen den Sexualkundeunterricht in der Schule einsetzt(pikanterweise ist/war ihre 17-jährige Tochter schwanger, oder hat schon ein Kind bekommen). Weiters bezeichnet sie Herrn Obama als „Terroristenfreund“ und den Irakkrieg als von Gott gewollt. Als ob das nicht genug wäre wirft der Parlamentsausschuss(in dem eine deutliche republikanische Mehrheit herrscht) von Alaska der Gouverneurin Amtsmissbrauch vor. Auch John McCain wirkt in letzter Zeit nervös. Er spielt mit hetzerischen Ressentiments gegenüber seines demokratischen Gegenkandidaten und sein Wahlkampfteam(McCain miteingenommen) scheint ziemlich planlos.

Auch die Wirtschaftskrise, die vergangene Woche wohl ihren Höhepunkt erreichte, spielt in Obama’s Karten. Offensichtlich ist zu klar wessen Schuld dieses Fiasko ist.

Ich will hier nicht sagen Herr Obama sei ein toller Linker, da spricht einfach zuviel dagegen, aber es ist mir deutlich lieber ihn im Weißen Haus sitzen zu sehen als einen durchgeknallten steinalten Republikaner mit einer fundamentalischen Vizepräsidentin. Denn unter Anderem die Ökonomie ist in Amerika am Scheideweg und nicht nur da wirds Zeit für ‘nen (zwar einen drastischeren als Obama verspricht, aber gut)Wechsel, wie auch immer das englische Wort dafür heißt;).

Kurzmeldungen

Oktober 1, 2008

Da ich um diese Uhrzeit nicht mehr allzu sehr in die intellektuelle Tiefe gehen möchte hier das wichtigste/doofste der letzten paar Tage:

Nachdem die CSU erstmals nach 45 Jahren die absolute Mehrheit verloren hat, musste jetzt die Doppelspitze Beckstein/Huber nach nicht einmal im Amt den Hut nehmen. Recht viel rechter als die beiden gehts in der CSU ohnehin kaum mehr, aber…

Am Montag scheiterte im US-Kongress das Rettungspaket von der US-Regierung. Vorallem die radikalneoliberalen republikanischen Abgeordneten sprachen sich gegen die 700 Milliarden von seiten des Staates zur Rettung der amerikanischen Wirtschaft aus. Der Dow fiel darauf hin mehr als an 9/11. Nicht, dass ich dieses Rettungspaket für zu gut halte, denn wenn mensch sich keine schwerwiegenden Begleitmaßnahmen ausdenkt, muss die US-Regierung in spätestens 15 Jahren das gleiche wieder tun.

Der katholische Studentenverband (ja, Frauen dürfen da noch immer nicht Mitglied werden) österreichischen Cartellverbands(ÖCV) fordert die Wiedereinführung der Studiengebühren. Die Abschaffung dieser, de facto also der freie Hochschulzugang, sei „unsozial“ so der Präsident des CV. Warum ich diesen Deppen immer soviel Aufmerksamkeit schenke…

When they met the recession

September 17, 2008

Also da in der Überschrift, hab’ ich doch glatt mein bestes Englisch ausgepackt. Also recession heißt rezession, so nebenbei.

So und jetzt stelle ich mir doch einem eher komplizierteren Thema. Nachdem in den letzten zwei Tagen die Börsen rund um den Globus ja eher nach unten orientiert waren, hat man wieder Angst vor einer weltweiten Rezession. Weil in den USA gerdae so einiges zusammenbricht, wie zum Beispiel die Investmentbank Lehman Brothers. Und nachdem mensch den Versicherungskonzern AIG jetzt nicht auch noch in Konkurs gehen lassen will, übernimmt die FED jetzt den Konzern, er wird de facto verstaatlicht. Und erst vor kurzem wurden die beiden Freddie Mec und Fannie Mae von staatlichen Aufsichtsbehörde der USA der FHFA übernommen. Offenbar hat der Ronald Reagen nicht so ganz recht gehabt, als er meinte „Der Staat ist nicht die Lösung, sondern das Problem“. Das hat sogar der W. mittlerweile eingesehen, und denkt jetzt etwas um.

Um jetzt meine ganzen Überlegungen die Ökonomie beterffend niederzuschreiben bräuchte ich ca. bis Weihnachten. Jedenfalls bin ich der Meinung mensch sollte sich schön langsam Alternativen überlegen, denn auch Margaret Thatcher hat damals mit ihrem „There is no alternative“-Sager nicht recht gehabt. Denn ganz speziell auf wirtschaftlicher Ebene gibt’s welche abseits vom Kapitalismus und es wird höchste Zeit, das da mal mehr Menschen dran denken.

Vielleicht führ ich den letzten Absatz mal genauer aus.

Dubya’s Basis

August 4, 2008

Also mit Dubya ist der momentane US-Präsident George W. Bush gemeint, der ja bekanntlicherweise ein ordentlicher Depp ist. Und ich frag mich ja schon seit seiner Wiederwahl welche Menschen das sind, die den noch wählen. Gestern wurde mir so einiges klar:

Wir waren(also wir sind gerade in South Dakota, ein ziemlich konservatives, weil ländlicher Bundesstaat)auf einem Rodeo, also nichts mit TouristInnenshow. Ganz true, also da sind 500 Menschen die zu zwei Drittel Cowboy/Cowgirlhüte aufhatten, und sich sonst auch einem solchen Outift präsentierten, darüber hinaus sich alle gegenseitig kannten. Als dann die amerikansiche Hymne gesungen wurde, hielten sich 7/8 die Hand aufs Herz und die Hüte wurden ausnahmslos abgenommen. Ja wohl ziemlich symptomatisch für den Westen in Amerika. Auf diversen Autos fanden sich im Übrigen so klassische Fundi-Pickerl, alá God doesn’t believe in Atheists. Fast Logischweise war das Rodeoreiten ziemlich Männer-dominiert, was das ganze nochmal viel grauslicher macht.

 Wie schon angedeutet, wenn ich dort DemokratInnen gezählt hätte ich wäre mit den Fingern einer Hand ausgekommen.

(by the way: Obama führt 13:1).

99 days to go

Juli 29, 2008

Sollte ich das richtig im Kopf haben, sind in 99 Tagen Wahlen in den USA, wo ich ja gerade bin. Ich hab’ ja gesagt dass ich mich ein wenig umhör und ja. Ganz ehrlich George Dubya Bush möcht’ ich momentan nicht heißen, auf den ist jedeR 2. im Moment sauer. Ja, also ich hab’ mit einer um 3 Ecken Bekannten gesprochen, die eigentlich immer republikanisch wählt, aber dank dem Cowboy wahrscheinlich nie wieder.

 FOX News hab ich mir auch gegeben. Die reden nur mit RepublikanerInnen oder noch rechteren Menschen, und die Berichterstattung ist derart Tendenziös da kann sogar die Krone einpacken.

Sonst ist es hier recht witzig, aber es ist hire alles doch größer lauter bunter. Und ihr möchtet die Regale in den Supermärkten gar nicht sehen. Es gibt, das hab ich gezählt, 49 verschiedene Zahnbürsten im Angebot, und dass in einem Dorf-Geschäft.Und McJobs soweit das Auge reicht. Wer den Kapitalismus noch keinen Hass auf den Kapitalismus hatte, der bekommt ihn hier ganz sicher.

Ja, und zu meiner Erheiterung zähle ich wie viele Obama bzw. McCain-Pickerl es auf den Autos gibt und ja Obama führt 5:1. ;)

Zu Obama nochmal, der ist sicher kein toller Linker und ein Opportunist ist er auch ohne Zweifel, aaber ich hab ihm bei einer Fragerunde im Fernsehen gesehen, und blöd ist er definitiv nicht, und den Vorteil den er hat, er hat sowohl den Senat als auch das RepräsentantInnenhaus hinter sich (also es gibt in beiden Häsuern eine demokratische Mehrheit).